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Wärmepumpe und Photovoltaik: lohnt sich die Kombination?

Die Kombination senkt Heiz- und Stromkosten. Wie viel Solarstrom die Wärmepumpe wirklich bekommt und welche Förderung 2026 gilt.

Redaktion Norddeutsche Energiewerke · Stand · 5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ja, die Kombination lohnt sich, vor allem in der Übergangszeit und für Warmwasser im Sommer. Realistisch deckt Solarstrom rund 20 bis 30 Prozent des Wärmepumpenstroms, weil im Winter wenig Sonne scheint. Für den Heizungstausch gibt es 2026 bis zu 70 Prozent KfW-Zuschuss, bei niedrigem Einkommen bis zu 80 Prozent.

Wie viel Solarstrom die Wärmepumpe nutzt

Eine Wärmepumpe braucht den meisten Strom im Winter, eine PV-Anlage liefert ihn vor allem im Sommer. Deshalb deckt Solarstrom typischerweise 20 bis 30 Prozent des Wärmepumpenstroms. Mit Speicher, Energiemanagement und einem Warmwasserspeicher, der mittags geladen wird, lässt sich der Anteil erhöhen.

In einem durchschnittlich gedämmten Bestandsbau erreichen moderne Luft-Wasser-Wärmepumpen eine Jahresarbeitszahl von etwa 3 bis 4: Aus einer Kilowattstunde Strom werden drei bis vier Kilowattstunden Wärme.

KfW-Heizungsförderung 2026 (Programm 458)

BausteinZuschussVoraussetzung
Grundförderung30 %für alle Eigentümer
Klimageschwindigkeitsbonus16 %selbst genutzt, Tausch einer Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung bzw. einer mindestens 20 Jahre alten Gas- oder Biomasseheizung
Einkommensbonus10 / 30 / 40 %zu versteuerndes Haushaltseinkommen bis 50.000 / 40.000 / 30.000 € (plus 10.000 € je Kind)
Höchstsatz70 %80 % bei Einkommen bis 30.000 €
Förderfähige Kosten: bis 28.000 € für die erste Wohneinheit. Ab Anträgen vom 01.02.2027 sinkt der Klimabonus halbjährlich.

In Hamburg gibt es zusätzlich den IFB-Zuschuss „Erneuerbare Wärme“. Er lässt sich nicht mit einem KfW-Bonus kombinieren. Welche Variante sich mehr lohnt, rechnen wir mit Ihnen durch.

Günstigere Netzentgelte nach § 14a EnWG

Wärmepumpen und Wallboxen über 4,2 kW gelten als steuerbare Verbraucher. Der Netzbetreiber darf sie im Notfall kurzzeitig drosseln, dafür sinken die Netzentgelte:

  • Modul 1: pauschale Gutschrift, je nach Netzbetreiber rund 110 bis 190 Euro im Jahr
  • Modul 2: rund 60 Prozent weniger Netzentgelt je Kilowattstunde, mit separatem Zähler; für Wärmepumpen oft die bessere Wahl
  • Modul 3: zeitvariable Netzentgelte zusätzlich zu Modul 1, mit Smart Meter

Häufige Fragen

Brauche ich für die Kombination einen Speicher?

Nicht zwingend. Ein Speicher erhöht aber den Anteil Solarstrom am Abend und in der Übergangszeit. Oft lohnt sich auch ein größerer Warmwasserspeicher als günstige Wärmebatterie.

Funktioniert eine Wärmepumpe im Altbau?

In vielen Fällen ja. Entscheidend ist die Heizlast, die wir vor Ort berechnen. Moderne R290-Geräte schaffen hohe Vorlauftemperaturen für klassische Heizkörper.

Muss ich die Förderung vor dem Auftrag beantragen?

Ja. Bei der KfW-Heizungsförderung muss der Vertrag eine Bedingung enthalten, dass er nur bei Förderzusage gilt, und der Antrag vor Beginn der Arbeiten gestellt sein.

Was bringt eine Anlage auf Ihrem Dach?

Der Rechner zeigt Größe, Kosten und Ersparnis in einer Minute. Danach planen wir mit Ihnen vor Ort und nennen einen Festpreis.

Oder rufen Sie an: 040 34837647